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03.04.2017
SI-Suites in Stuttgart
Sanierung eines Hotelobjekts im laufenden Betrieb mit der Flächenheizung Proline ENERGY

Sanierung eines Hotelobjekts im laufenden Betrieb mit der Flächenheizung Proline ENERGY

Das SI-Centrum, am südlichen Rande von Stuttgart, beherbergt die legendären Musical-Theater Stage Apollo und Stage Palladium, die jedes Jahr von ca. zwei Millionen Gästen besucht werden. Wer hier nach dem Besuch der Mary Poppins oder Tanz der Vampire erst am nächsten Tag die Heimreise antreten will, der übernachtet vornehmlich in dem 1997 erbauten Si-Suites. Das Hotelobjekt mit 192 Zimmern und Appartements wurde seit Oktober 2015 sukzessive und vor allem im laufenden Betrieb, saniert.

     

Der Gebäudekomplex besteht aus vier Flügeln bzw. Blöcken, dem Haupthaus und der Hotel-Infrastruktur im Block A sowie die Blöcke B, C und D als reine Hotelzimmer-Gebäude. Die Innenausstattung, sowie die Themen-Appartements waren verständlicherweise nach 18 Jahren nicht mehr zeitgemäß. Hotelzimmer und Bäder wurden und werden jetzt entkernt und mit einem Zimmerkonzept neu gestaltet. Bei der Umsetzung der Badsanierung wurden das Flächenheizsystem Proline ENERGY ausgeführt, da dieses System ideal für die unkomplizierte Umrüstung von Heizkörper auf Fußbodenheizung ist.
 

Die Ausführungsplanung

Bei den ersten Besprechungen mit Betreiber, der Architektin Susanne Sulzbach und den beteiligten Gewerken wie Fliesenleger und Heizungsbauer, stellte sich für die Sanierung der Heiztechnik der Bäder schnell heraus, dass hier neue Wege beschritten werden müssen, um die gewünschte Sanierung im laufenden Hotelbetrieb im Block A, umsetzen zu können. Die Herausforderung bestand darin, den Wechsel von Heizkörper auf Fußbodenheizung so zu gestalten, dass beide Gewerke unabhängig voneinander agieren können.

Der Einsatz eines in diesem Fall üblichen Rücklauf-Temperatur-Begrenzventils setzt voraus, dass das Heizrohr zum Zeitpunkt des Wechsels bereits verlegt ist, um im Boden durch eine Presskupplung mit dem RTB-Ventil verbunden zu werden. Eine Kupplung im Rohrstrang der Fußbodenheizung ist außerdem eine später nicht mehr kontrollierbare Schwachstelle, die es bei Neuinstallationen zu vermeiden gilt.

Die Lösung bildete eine neu konzipierte Einzelraum-Verteilerstation, ausgerüstet mit zwei Ver-teilerbalken für den Vor- und Rücklauf mit Stellantrieb sowie einem Festwertregler. Jeder Verteilerbalken verfügt über einen Absperrhahn, so dass Vor- und Rücklauf des ehemaligen Heizkörpers dort direkt angeschlossen werden können. Bei geschlossenen Absperrhähnen können die Steigstränge der Heizung des Gebäudes ganz regulär und ungestört mit Druck beaufschlagt werden.

Das Fliesenleger-Gewerk kann nun völlig unabhängig den Boden mit der Proline ENERGY BasicLine Fußbodenheizung im Trockenbau einbauen und das Heizrohr mit dem Eurokonus an der Verteilerstation anschließen. Die Fußbodenheizung in Trockenbauweise ist hier auch die einzig sinnvolle Lösung, um alle wirtschaftlichen Anforderungen des Betreibers zu erfüllen:

Wirtschaftliche Faktoren für den Hotelier
  • Steigerung der Energieeinsparung durch Regelbarkeit in der Nacht und bei Abwesenheit des Gastes
  • Geringstmöglicher Nutzungsausfall des Hotelzimmers (durch den Wegfall des Einsatzes von Estrich, bzw. dessen Trocknungszeit)
  • Planungssicherheit durch kalkulierbare Zeiten der einzelnen Gewerke
  • In Summe: Extrem kurze Bauzeit und maximale Energieeinsparung im Betrieb

Die Energieversorgung des gesamten SI-Centrums erfolgt durch ein Blockheizkraftwerk das warmes Brauchwasser, Heizung und elektrischen Strom bereitstellt. Der mittlerweile fertiggestellte Block A der SI-Suites kann nun mit einer geringeren, gemeinsamen Vorlauftemperatur für Heizkörper in den Zimmern und der Trocken-Fußbodenheizung in den Bädern versorgt werden. Bereits diese Maßnahme ist ein entscheidender Faktor zur nennenswerten Energieeinsparung, die nach einem Jahr Betrieb dann seriös quantifiziert werden kann.

Die Fliesen Bubeck GmbH aus Aichtal und der SHK-Betrieb Andreas Lutz sanierten nach der erfolgreichem Umsetzung im Block A fortan auch den Block D, der fristgerecht im Spätsommer 2016, mit insgesamt 192 Zimmer und Suiten, abgeschlossen wurde.

Der Bodenaufbau ist in allen Bädern mit ca. 4 m² Grundfläche in der Regel immer gleich:
 
  • Bestehender Fliesenbelag und Estrich werden von der Rohdecke entfernt.
  • Auf den gespachtelten Untergrund werden die EPS-Rohrtägerplatten mit Dünnbettkleber C2 verlegt.
  • Das Mehrschichtverbundrohr im Format 16 x 2 mm wird eingelegt und an der Verteilerstation angeschlossen.
  • Über die gesamte Bodenfläche wird eine Glasfaser-Entkopplungs- und Armierungsmatte mit einer speziellen Dispersionsfixierung geklebt.
  • Zur Erhöhung der Belastbarkeit wird eine 5 mm dünne Lastverteilplatte aus Polyesterfaser mit einem Dünnbettkleber C2 verlegt.
  • Darauf können nun Abdichtung und keramischer Belag konventionell aufgebracht werden.

Der Work-flow der beiden Handwerker-Teams wurde schnell zur Routine. Auch Ihnen kam die Planungssicherheit im Bodenaufbau entgegen, so dass die Umsetzung der Sanierungsarbeiten, durch sich stetig wiederholende Arbeitsabläufe, klar definiert war und somit eine extrem hohe Qualität sichergestellt werden konnte.

Komfort Highlights in den SI-Suites dank Proline ENERGY

Durch smarte Vernetzung zwischen Rezeption, Haustechnik und Zimmerpersonal wird in den SI-Suites mit Hilfe einer „House-keeping-App“, die auf den Smartphones der Mitarbeiter installiert ist, die Haus-Kommunikation wesentlich verbessert. Das Personal kann sich jederzeit über den aktuellen Status der Zimmer und deren Belegung informieren und somit die Abfolge der Reinigungs- und Wartungsvorgänge optimieren. Die gewonnene Zeit wird nutzbringend für individuellen Service eingesetzt.

Für den effizienten Einsatz der Fußbodenheizung bedeutet dies, dass z.B. mit dem längeren Verlassen des Zimmers durch den Gast oder beim Auschecken, die Heizung ebenfalls gedrosselt wird. Die Geschäftsführung geht noch einen Schritt weiter und wird künftig beim Einchecken bereits eine App anbieten, mit der der Gast nicht nur Fernseher, Internet, Licht und Gardienen steuern kann, sondern auch die Heizung. Damit setzt sich der Event-Charakter des SI-Centrums bis in die Details des Hotelaufenthalts fort.

Voraussetzung für diesen Komfort ist natürlich, dass ein reaktionsschnelles Heizungssystem verbaut wurde. Aber diese Bedingung erfüllen die Si-Suites dank der Flächenheizung Proline ENERGY ja nun.
 

Fazit

Die Sanierungsmaßnahme der SI-Suites macht deutlich, dass die Grundlage der erfolgreichen Sanierung im laufenden Betrieb in einer gewerkübergreifenden Abwicklung liegt. Hieraus ergeben sich Potentiale und Chancen für das Fliesenleger-Gewerk der Zukunft. Proline ENERGY bedeutet ein lohnendes Zusatzgeschäft, das die Wirtschaftlichkeit jedes Handwerksbetriebes nachhaltig steigern kann. Das hier involvierte Fliesenfachgeschäft Bubeck GmbH hat sich übrigens durch die Teilnahme an einem zweitägigen Systemhandwerker-Workshop der Proline Systems GmbH zum Thema Trockenflächenheizung weitergebildet und auf die Bedürfnisse des Marktes eingestellt.

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